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Die Meteoriten-Ortungskamera


Meteoriten-Ortungskamera
(Foto: Marcel Klein)

Bezugnehmend auf die Forschung betreibt die Volkssternwarte Hagen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf dem Dach der Sternwarte eine Meteoriten-Ortungskamera. Hiermit werden jede Nacht eventuell auftretende "Sternschnuppen" fotografiert.

Die Kamera arbeitet dabei nach folgendem Prinzip:
Die im gesamten Weltraum umherfliegenden Gesteinsbrocken unterschiedlicher Größe werden durch die Erdanziehungskraft "angesaugt" und treten mit hoher Geschwindigkeit in die oberen Schichten der Erdatmosphäre ein. Durch den plötzlich in unserer Atmosphäre auftretenden Luftwiderstand werden die Meteore so stark abgebremst, dass sie sich durch die Reibungshitze sehr stark erwärmen und anfangen zu glühen. Dieses Leuchten kann von der Erde aus als helle und schnell über den Himmel ziehende Strichspur beobachtet werden und wird im Volksmund "Sternschnuppe" genannt.
Da man die Himmelsregion, in der ein Meteor zu sehen ist, im allgemeinen nicht vorhersagen kann, muss der gesamte sichtbare Himmel beobachtet bzw. fotografiert werden. Dies funktioniert bei unserer Meteorkamera mit Hilfe eines konvex gewölbten Spiegels, welcher den gesamten Himmel abbildet - vom Horizont bis hinauf zum Zenit (siehe Bild links). Auch kann die Zeit nicht vorherbestimmt werden, in der ein Meteor sichtbar ist. Es können quasi pro Nacht manchmal nur ein bis zwei "Sternschnuppen" gesichtet werden, teilweise aber auch sogar bis zu mehrere hundert pro Stunde. Um alle Meteore erfassen zu können macht die angeschlossene Kamera in jeder Nacht genau eine Aufnahme auf Negativfilm - per Langzeitbelichtung. Am Abend, kurz nach Sonnenuntergang öffnet sich der Verschluss der Kamera und am Morgen, kurz vor Sonnenaufgang schließt er sich wieder. Fallen in einer Nacht beispielsweise fünf Meteore, sind auf dem Foto später fünf Strichspuren zu erkennen.

Mit den gewonnenen Aufnahmen des gesamten Meteorkamera-Netzes des DLR, welches sich über ganz Deutschland und einige angrenzende Länder erstreckt, kann der ungefähre Einschlagsort des Meteoriten berechnet werden. Im Jahre 2002 konnte durch die Auswertung der Bilder des Meteorkamera-Netzes ein Meteorit im Süddeutschen Raum (nahe Schloss Neuschwanstein) gefunden werden.

Auf der linken Seite zeigt eine Aufnahme der Meteoriten-Ortungskamera eine "Sternschnuppe" am unteren Bildrand als helle Strichspur. Die weiteren, leicht gebogenen Striche auf dem Foto zeigen den Lauf der Sterne während der Langzeitbelichtung. Diese Bewegung kommt durch die Drehung der Erde zustande, die man außerdem auch bei der täglich scheinbaren Wanderung der Sonne über Himmel beobachten kann.



Meteoriten-Ortungskamera von oben


Aufnahme mit Meteor



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